Willkommen in der Manuskriptkammer
Hier liest Silvia Frings. Szene für Szene.
Antrieb
Was mich antreibt
Kostüm, Kulisse, Bewegung, Raum, Zeit und Spannung. Alles entsteht aus 26 Buchstaben. Für Leserinnen und Leser wird daraus Kopfkino. Mich interessiert, wie ein Text das schafft. Deshalb bin ich Lektorin geworden: Ich analysiere, welche Stellen dieses Kopfkino erzeugen und wo der Text es nur behauptet.
Idee des Szenenateliers
Wie die Methode entstanden ist
Bei einer Kundin entdeckte ich ein Muster. Ein dramaturgisches Problem, das ich zuerst am Stil bemerkte. Klassische Lektoratsanmerkungen halfen nicht, also versuchte ich etwas Neues und bat sie um einen Termin.
Vor ihren Augen berechnete ich den Prozentsatz eines Satzes. 70 % der Wörter erfüllten keinen erkennbaren Zweck. Ich fragte sie, wozu sie diese Wörter brauche. Atmosphäre? Charakterisierung? Rhythmus? Beziehungsarbeit? In diesem Augenblick hat sie erkannt, was ihr Text an der Stelle konkret leistet, wie er dort arbeitet und an welchen Stellen er einfach nur da ist.
Das war der Moment, in dem mir etwas klar wurde: Show, don’t tell gilt auch für mich als Lektorin. Wenn ich schwarz auf weiß zeigen kann, was im Manuskript passiert, gibt es eine gemeinsame Arbeitsgrundlage, auf der wir uns austauschen können. So entstand das Szenenatelier.
70 % der Wörter erfüllten keinen erkennbaren Zweck.
Hintergrund
Zur Person
- Beruf
- Ich bin Elektroingenieurin. Den analytischen Teil habe ich ins Lektorat mitgenommen.
- Ausbildung
- Meine Lektoratsausbildung habe ich an der Akademie der Deutschen Medien abgeschlossen.
- Weiterbildung
- Stilistik, Dramaturgie und verschiedene Genrevertiefungen
- Schwerpunkt
- In der Genreliteratur arbeite ich überwiegend mit Selfpublisherinnen, Selfpublishern und kleinen Verlagen.
Testlektorat
Probier es an deinem eigenen Text aus.
Im Testlektorat werte ich einen Ausschnitt deines Manuskripts aus. Nach etwa fünf Tagen siehst du, wie deine Auswertung aussieht. Die 30 € werden bei Beauftragung verrechnet.

